Autor*in

Jacobsen, Ingrid

Märchenerzählerin und Herausgeberin von Märchenbüchern und langjährige EMG Präsidentin.

Ingrid Jacobsen wurde in Marienwerder/Westpreußen geboren und studierte nach dem Abitur an der Pädagogischen Hochschule Kiel. Über 20 Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Lateinamerika, wo sie Märchen der mündlichen Tradition sammelte. 1999 erschien als Ergebnis dieser Feldforschungen ihr Buch über brasilianische Zaubermärchen " Von noch einem, der auszog das Fürchten zu lernen".Seit 1990 ist Ingrid Jacobsen Erzählerin der Europäischen Märchengesellschaft. Von 2001 bis 2008 war sie Vizepräsidentin der EMG und insbesondere zuständig für die Ausbildung der Erzählerinnen und Erzähler. Zu ihrem Aufgabenbereich gehörte auch das Seminarprogramm der EMG, das alljährlich erstellt wird und ca. 60 Seminare umfasst. Im Rahmen dieses Programms leitet sie alljährlich mehrere Seminare zu Themen aus der Märchenkunde und zum Erzählen. 2003 organisierte sie den Internationalen Frühjahrskongress der EMG in Flensburg: „Sprachmagie und Wortzauber – die Sprache im Märchen“. Seit 2009 ist sie Skandinavienbeauftragte der EMG.

Ihr Repertoire umfasst ca. 150 Märchen. Ein Schwerpunkt sind Märchen aus Lateinamerika. Seit Jahren beschäftigt sie sich insbesondere mit den Erzählungen aus den 1001 Nächten und mit den Märchen von Hans Christian Andersen.

Produkte des/der Autor*in

Märchen von Wölfen

6,99 

Erscheinungstermin: März 2016

Hardcover, 192 Seiten, 14 x 21,5 cm

Im deutschsprachigen Raum sind „Rotkäppchen“ und „Der Wolf und die sieben „Geißlein“ wohl die bekanntesten Märchen, in denen Wölfe vorkommen. Dort ist der Wolf böse und bringt den Tod und muss am Ende überwältigt oder überlistet werden. Dieses Bild hat sich Generationen von Kindern eingeprägt.
Aber nicht in allen Überlieferungen wird der Wolf so einseitig dargestellt. Der Wolf ist eins der interessantesten Tiere des Volksmärchens und erzählenden Literatur. Er ist keineswegs nur einfach „der böse Wolf“. Seine Wesenszüge sind individuell verschieden, und seine körperlichen Eigenschaften und Fähigkeiten entsprechen denen des realen Wolfes. Bei den Naturvölkern war er als ebenbürtiger Jäger geachtet, die Fabel benutzt ihn, um negative Eigenschaften des Menschen zu spiegeln und zu tadeln, im Zaubermärchen steht er mit seinen natürlichen und übernatürlichen Kräften dem Menschen oft helfend zur Seite und macht damit das glückliche Ende erst möglich.

Vom glücklichen Ende

12,00 

Erscheinungstermin: 2008

Hardcover, 144 Seiten, 14 x 21,5 cm

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …“ Ende gut – alles gut? Im Märchen finden Verwicklungen und Herausforderungen meist ein glückliches Ende. Märchen bieten neben Unterhaltung immer auch Lösungsansätze und Denkmodelle für praktische Lebensfragen.
Die hier aus vielen Teilen der Erde zusammengetragenen Märchen erzählen vom glücklichen Ende. Doch das will erlitten oder erkämpft werden. Wenn die Aufgaben aber die menschlichen Fähigkeiten und Kräfte, Klugheit und Gewitztheit übersteigen, greifen helfende Mächte ein. Das glückliche Ende gipfelt im Bild von Erlösung und Hochzeit, von Wohlstand und Zufriedenheit, von Versöhnung und Gerechtigkeit.

Anthologie zum Kongress der Europäischen Märchengesellschaft 2008 mit Kommentaren zu den einzelnen Märchen.