Tarot

Die Tarotkarten sind die heute wohl bekanntesten Symbolkarten weltweit. Ein Tarotdeck besteht jeweils aus 78 Karten, die in zwei Gruppen eingeteilt werden: 22 Karten stellen die sogenannte „Große Arkana“ (großen „Geheimisse“) dar, 56 Karten die „Kleine Arkana“ (kleinen „Geheimisse“). Die Große Arkana zeigt dabei symbolhafte Situationen oder Typen, mit C.G. Jung kann man hier auch von „Archetypen“ sprechen: der Magier, die Welt, die Gerechtigkeit, die Kraft, der Stern usw., um nur einige zu nennen. Die Kleine Arkana dagegen ist eine Weiterentwicklung der Spielkarten und besteht jeweils aus 4 x 14 Karten analog der Farbreihen eines normalen Kartenspiels (jeweils 10 Karten plus 4 sogenannte Hofkarten). Statt Pik, Herz, Karo, Kreuz finden sich hier die Symbole Schwerter, Münzen, Kelche, Stäbe (gemäß den vier Elementen Luft, Erde, Wasser, Feuer).

 

Tarotkarten sind seit der Renaissance nachweisbar. Sie stellen die ersten Karten mit „Trümpfen“ dar, das heißt mit figuralen Karten. Der Mensch selbst rückt so vermehrt ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

 

Zunächst wurden die Karten allerdings rein als Gesellschaftsspiel verwendet. Erst seit dem 18. Jahrhundert gibt es Hinweise auf eine wahrsagerische, okkulte oder auch symbolhafte Deutung der Karten.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts erlebt die esoterische oder okkulte Deutung der Karten einen Boom: Aleister Crowley und A.E. Waite sind die Leitfiguren, die mit den Malerinnen Pamela Colman Smith und Lady Frieda Harris die berühmtesten Decks erschaffen.

 

Seit ca. 1970 erlebt das Kartenlegen einen neuen Trend: Nicht mehr die klassische wahrsagerische Ansicht, dass mit Hilfe der Karten die (schon feststehende) Zukunft gedeutet werden kann, zählt, sondern zunehmend verbreitet sich das Kartenlegen als ein ursprünglicher Zugang zu dem eigenen inneren Selbst, der eigenen inneren Wahrheit. Millionen von Menschen greifen heute selbst zu Tarotkarten, die die Fantasie so anregen und eine kollektive Symbolsprache zum Ausdruck bringen. Die Botschaft deutet dabei jeder für sich selbst – die Tarotkarten sprechen das Unterbewusstsein in jedem von uns an. Die Karten werden als ein Spiegel verstanden – ein Spiegel der eigenen (unbewussten) Möglichkeiten, Perspektiven und Sichtweisen, ein Mittel der Selbsterfahrung.

 

Heute gibt es eine große Anzahl verschiedener Tarotdecks, oft auch von namenhaften Künstlern gemalt. Der Königsfurt-Urania Verlag verkaufte weltweit bisher mehr als 10 Millionen Tarotdecks oder -sets.

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