Haindl, Hermann


 

Biographie:

Hermann Haindl kann auf ein erfolgreiches künstlerisches Leben als humanistischer Aktivist zurückblicken.


Er und seine Werke bleiben in unserer Erinnerung und muntern zum eigenen
TUN auf.


Nachruf Hermann Haindl



Täglich säen wir Samen aus


Für Bäume des Himmels


Darin unsere Träume nisten


 


Die Vögel fliegen auf


Aus ihren Zweigen


Sieh doch, die Luft trägt!


 


Täglich säen wir neue Samen


Für einen ganzen Wald Hoffnung


Weil das Paradies in uns wurzelt!


Hilde Domin


 


 


Am Morgen des 16. August 2013 ist Hermann Haindl verstorben. Ein langes Leben hat sich erfüllt. Hermann Haindl ist der Schöpfer des weltbekannten Haindl-Tarot -- ein humanistischer Aktivist, der vieles bewirkt hat, und ein großer Erkunder von Anderswelten: „Wandernde Wolke“ lautet sein Indianername, den er von den Lakota verliehen bekam.


 


Der Königsfurt-Urania Verlag drückt der Familie Haindl seine Anteilnahme aus.
Solange der Name eines Menschen nicht vergessen ist, solange lebt er weiter. Hermann Haindl wird weiter wirken, nicht zuletzt durch die vielen Menschen in aller Welt, die seine Bilder und Bildkarten lieben und nutzen.


Bis kurz vor seinem Tod haben wir mit Hermann Haindl an seinem kommenden Opus Magnum ‚Hermann Haindl. Leben, Kunst, Tarot‘ gearbeitet, das im November erscheint und nun sein Vermächtnis werden wird“ (Verleger Johannes Fiebig).


Biografie


Hermann Haindl wurde am 30.09.1927 in Berlin geboren und machte an den Städtischen Bühnen Kattowitz eine Ausbildung zum Theatermaler und Bühnenbildner. Mit 17 Jahren wurde er Frontsoldat, dann verbrachte er vier Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. Die Eindrücke aus diesen Jahren ließen ihn nicht mehr los, es gelang Ihm sie in seinem freien Malen einzusetzen und zu verarbeiten.


 


Leitend an den Bühnen der Stadt Frankfurt / Main


1950 bis 1977 war er bei den Bühnen der Stadt Frankfurt / Main als Leiter der künstlerischen Werkstätten und als Bühnenbildner tätig. Er war eine prägende Gestalt an den Frankfurter Bühnen und inmitten der kulturellen und politischen Experimente und Auseinandersetzungen um 1968. Daneben stattete er, um nur einige zu nennen, Wagner in Bayreuth und barcelona aus Wagner in Bayreuth und in Barcelona aus, außerdem spektakuläre Feste und Großereignisse in Frankfurt / Main oder in Tel Aviv aus Anlass 25. Jahrestag der Gründung Israels 1973.



Als Freier Maler ab
1977 widmete  er sich dem freien Malen. In diese seine dritte Lebensphase fallen u. a. seine berühmten Tarot-Karten – der Haindl-Tarot --, ein großer internationaler Erfolg. die Originalbilder sind inzwischen im Spielkartenmuseum Altenburg / Thüringen beheimatet. Daneben betrieb er eine Kunstschule in Hofheim

… Mittler zwischen den Kulturen

Das besondere Interesse von Hermann Haindl und seiner Frau Dr. Erika Haindl galt  der Rehabilitierung, der als Hexen getöteten Frauen und Männer und den Überlieferungen der nordamerikanischen Indianer. Legendär sind u. a. die von ihnen initiierten Versöhnungsfeste, in denen Vertreter zahlreicher Religionen und Kulturen zusammen feierten.
Hermann und Erika Haindl engagierten sich für den Erhalt historischer Stadtteile in Hofheim, dafür erhielten sie 1979 den Deutschen Preises für Denkmalschutz. Mitbegründer der Grünen Offenen Liste in Hofheim sowie des „Zentrums für altes und neues Wissen und Handeln“. Die Liste ließe sich noch fortsetzen.


In memoriam Hermann Haindl


„Eine indianische Clanmutter hatte einmal zu uns gesagt: »Ihr könnt keine Indianer werden, aber müsst in eurer eigenen Kultur suchen, um die Kräfte zu finden, die ihr bei uns so bewundert. Eure Kultur ist zu materialistisch, bemüht euch mehr um das Geistige. Wenn die Wurzeln tief genug sind, kann der Frost sie nicht erreichen.«“


(Hermann  Haindl)


Titel der Autorin/des Autors (Auswahl)


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