Crowley, Aleister


 

Biographie:

Das Crowley-Tarot gehört zu den beliebtesten Tarot-Sorten. Die Karten von Aleister Crowley und Lady Frieda Harris sind sehr populär, während sich an der Person von A. Crowley die Geister scheiden. Die geheimnisvolle Symbol-Welt dieser Karten beeindruckt durch Offensichtlichkeit und Verschlüsselung zugleich.

Aleister Crowely berühmter Okkultist (1875-1947) und Lady Frieda Harris begnadete Künstlerin (1877-1962). Sie schuf in ca. 7 Jahre die Crowley Karten und erntete wenig Ruhm dafür.
Besonders im Crowley-Tarot gibt es viele Symbole, die vielfach recht einseitig wahrgenommen werden. Die „archäologische“ Freilegung der Symbolik wirkt umso brisanter, als das Crowley-Tarot eine der wenigen Tarot-Sorten mit aufgedruckten Deutungsbegriffen ist. Untertitel wie „Erfolg“ oder „Vergeblichkeit“ suggerieren scheinbar eindeutige Aussagen. Wie die Autoren dokumentieren, geben diese Untertitel jedoch keineswegs die Bildinhalte der Crowley-Karten wieder. Sie sind auch nicht zusammen mit den Karten in den Jahren 1936-43 entstanden, sondern entstammen den Schriften des Golden-Dawn-Ordens (um 1900) und wurden 1912 bereits von Crowley veröffentlicht. 1943 wurden erstmals im Rahmen einer Ausstellung alle Karten abgebildet. Erst in den 60iger Jahren wurde das Crowley Thoth Tarot herausgegeben. Smit erlebten weder Crowley noch Lady Frieda Harris seien Publikation.

1943 hat Crowley mit dem „alten System“ (des Golden-Dawn) längst gebrochen, und die Karten-Untertitel sind ihm teils nostalgische Erinnerung, teils ironisches Zitat früherer „divinatorischer“ (d.h. wahrsagerischer) Vorstellungen. Die nachfolgende Deutungsliteratur hat die Untertitel hingegen weitgehend für bare Münze genommen, anstatt die Bilder zu betrachten. Im deutschen Sprachraum kamen noch Übersetzungsfehler bei den Karten-Untertiteln hinzu. „Futility“ muß nicht unbedingt „Vergeblichkeit“ heißen und „indolence“ nicht nur „Trägheit“.


Titel der Autorin/des Autors (Auswahl)


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